Knowledge Aggregation, Representation and Reasoning

Das Forschungsteam der Universität Bern beschäftigt sich mit Möglichkeiten, die heutige Informationsflut intelligenter handzuhaben. Dazu bedient sie sich einer Triangulation von Methoden, Mitteln und Werkzeugen aus der Informatik, der Wirtschaftsinformatik sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft müssen relevante Informationen wie Web- oder Unternehmensdaten extrahiert werden können, welche einzelnen Individuen und der Gesellschaft als Ganzes helfen, ihr Wissen zu erweitern. Um dies zu bewerkstelligen, werden beispielsweise Sucharchitekturen, -erfahrungen, -interaktionen und -muster analysiert. Unscharfe Logik hilft dabei, mit Ungenauigkeit, partiellen Wahrheiten und Unsicherheit umzugehen, welche im Umgang mit solcher Software erscheinen können. Zusammenfassend werden hier folgende Dachthemenbereiche angesprochen: Semantic Search, Social Media und Soft Computing.

Das Forschungsteam beschäftigt sich zurzeit mit Fuzzy Cognitive Maps und Graph Datenbanken, um mit deren Kombination eine intelligente Handhabung von Informationen zu ermöglichen. Fuzzy Cognitive Maps unterstützen eine strukturierte und verständliche Speicherung der Datenelemente. Sie zeigen vorhandene, gegenseitige Abhängigkeiten auf und verbessern auf diese Weise das Verständnis und die Interpretation. Damit solche Fuzzy Cognitive Maps gezielt abgerufen werden können, müssen sie strukturiert und kontextabhängig gespeichert werden. Für diesen Task eignen sich Graph-Datenbanken, eine Untergruppe der NoSQL-Kernsysteme. Der Vorteil dieser Datenbanken liegt darin, dass sie grosse Datenmengen (d.h. im Terra- bis Petadatenbereich) verarbeiten können. Durch die Kombination von Fuzzy Cognitive Maps und Graph-Datenbanken können Informationen effizient abgerufen werden.

Des Weiteren besteht für diesen Forschungsbereich auch noch eine fakultätsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Digital Humanities und eine sich anbahnende Zusammenarbeit im Bereich Klimaforschung. Dabei werden verschiedene Forschungsschwerpunkte gesetzt. Einer davon ist e-health. Dieser wird zusammen mit der Schweizerischen Post erforscht. Dabei werden unter anderem Search User Interfaces als spezifische Art von Graphical User Interfaces (GUI‘s) erforscht, um die Personalisierung im Bereich e-health voranzutreiben. Ein weiterer Forschungspunkt ist die Smart City. Weitere Informationen zu diesem Forschungsschwerpunkt befinden sich in der Beschreibung des Forschungsprojekts Smart and Cognitive Cities. 

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